LEX_0137-5
Jeder Fotograf kennt sie, die ewige Frage nach dem Look. Ich gehöre definitiv dazu. Nicht, weil ich meinen Look nicht mag, sondern weil ich scheinbar eine stete Veränderung brauche. Zufriedenheit? Schwer zu erreichen. Man shootet und shootet und sitzt dann in der Post-Production und probiert herum. Erstmal das Gewohnte. Dann was Neues. Und dann die Frage: und was gefällt mir jetzt besser? Und was vorallem auch mal für längere Zeit?

Man sitzt dann da und der Kopf wandert immer mehr in Richtung Tischplatte. Dann liegt man da und brabbelt irgendetwas unverständliches vor sich hin. Würde einen jemand dabei beobachten, würde diese Person nur kopfschüttelnd weggehen und sich fragen, was denn eigentlich das Problem ist, denn ein Unterschied sei doch da nicht zu erkennen. In diesem Moment verzweifelt man nur noch mehr, denn natürlich gibt es da Unterschiede.

WIESO SIEHST DU DIE DENN NICHT?!?!?!

Naja, jedenfalls brabbelt man weiter und so langsam ziehen sich Sabberfäden aus den Mundwinkeln zum Tisch und nun ist man für Aussenstehende wirklich nur noch ein Häufchen Elend. Aber man möchte ihn, den Look, der einem gefällt. Und wenn du dann doch endlich mal die ekligen Spuckefäden wegwischst, konzentriert arbeitest und schlussendlich mit einem zufriedenen, dich selbst feiernden Grinsen vor dem Bildschirm sitzt, dann weisst du doch in diesem Moment eigentlich schon, dass es beim nächsten Shoot wieder von vorn losgeht.