LEX_0137-5
Jeder Fotograf kennt sie, die ewige Frage nach dem Look. Ich gehöre definitiv dazu. Nicht, weil ich meinen Look nicht mag, sondern weil ich scheinbar eine stete Veränderung brauche. Zufriedenheit? Schwer zu erreichen. Man shootet und shootet und sitzt dann in der Post-Production und probiert herum. Erstmal das Gewohnte. Dann was Neues. Und dann die Frage: und was gefällt mir jetzt besser? Und was vorallem auch mal für längere Zeit?

Man sitzt dann da und der Kopf wandert immer mehr in Richtung Tischplatte. Dann liegt man da und brabbelt irgendetwas unverständliches vor sich hin. Würde einen jemand dabei beobachten, würde diese Person nur kopfschüttelnd weggehen und sich fragen, was denn eigentlich das Problem ist, denn ein Unterschied sei doch da nicht zu erkennen. In diesem Moment verzweifelt man nur noch mehr, denn natürlich gibt es da Unterschiede.

WIESO SIEHST DU DIE DENN NICHT?!?!?!

Naja, jedenfalls brabbelt man weiter und so langsam ziehen sich Sabberfäden aus den Mundwinkeln zum Tisch und nun ist man für Aussenstehende wirklich nur noch ein Häufchen Elend. Aber man möchte ihn, den Look, der einem gefällt. Und wenn du dann doch endlich mal die ekligen Spuckefäden wegwischst, konzentriert arbeitest und schlussendlich mit einem zufriedenen, dich selbst feiernden Grinsen vor dem Bildschirm sitzt, dann weisst du doch in diesem Moment eigentlich schon, dass es beim nächsten Shoot wieder von vorn losgeht.

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8 Comments

  1. Normen Gadiel

    Danke, für das lächeln in meinem Gesicht.

  2. Björn

    sehr gern

  3. jo

    Ja, die ewige Frage kenn ich. Auch wenn ich alte Fotos anschaue und mit neuer Bearbeitung plötzlich noch mehr mag.
    Aber vielleicht ist es mit der Nachbearbeitung ja wie mit den Fotos selbst – es sind einfach Momentaufnahmen. Und in dem Moment hat alles genau _so_ gepasst, auch wenn das inzwischen nicht mehr der Fall ist. :)
    [Schlimm nur, wenn ich augenrollend vor alten Bildern sitze und die Farben/Kontraste/ALLES plötzlich so schreckenerregend finde, dass ich alles nochmal neu machen will...]

    Ach, Hauptsache weitermachen und Neues gutfinden und Ausprobieren undundund.

    Jo

  4. Johnny

    Da sagst du was.. Meine Frau schüttelt jedes mal auf’s neue den Kopf ;)
    Irgendwie braucht halt auch jedes shooting in der Post was anderes.

  5. Fabian Mattern

    So geht es mir auch manchmal. Da es kein richtig oder falsch gibt, kann man nur nach dem eigenen Gefühl urteilen und letztendlich entscheiden. Der persönliche Geschmack ändert sich ja auch immer wieder und entwickelt sich weiter.
    Ich erkenne bei dir trotzdem einen gewissen roten Faden, das heißt einen Stil der sich durch all deine Bilder zieht.
    Kannst du mir vielleicht verraten, wie man den dritten Look (untere Reihe links) hinbekommt?
    Liebe Grüße aus Chemnitz.

  6. Björn

    Danke Fabian, ich denke auch, dass man den sieht. Es bin ja immernoch ich, der die Bilder fotografiert und bearbeitet. Extreme Sprünge sind da ja selten im Look. Was genau möchtest du denn wissen, zu dem Look? Im Grunde resultiert der aus wenig Kontrast und Beschneidung der Schwarz-/Weiss-Werte.

  7. Fabian Mattern

    Bin mittlerweile auch drauf gekommen :-) Ich komme auch zu einem ähnlichen Ergebnis, wenn ich eine weiße Farbebene über das Bild lege und die Sichtbarkeit auf circa 15-20% runterziehe. Liebe Grüße, Fabian.

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